Cattron-Theimeg präsentiert mit der neuen Produktlinie TH-EC/LO das weltweit erste nach strengsten europäischen Sicherheitsnormen entwickelte Funkfernsteuersystem für Lokomotiven und Rangierfahrzeuge.
Neben erheblichem Rationalisierungspotential bieten moderne Funkfernsteuerungen im Einsatz auf Lokomotiven verbesserte Sicherheit und damit die Reduzierung der Unfallgefahr für Lokführer und Helfer. Mehr Sicherheit, weil der Lokrangierführer die Lok mit seinem Fernsteuersender von außen steuert; immer von der Position aus, von der er am besten die Fahrstrecke und den Ort des Geschehens überblicken kann. Bei einer drückenden Lok ist dies der letzte Wagen. Über Hunderte Meter Entfernung den Zug - beispielsweise beim Ankuppeln - zentimetergenau positionieren zu können, erfordert jedoch eine verzögerungsfreie und absolut sichere Übertragung der Steuerbefehle.
Cattron-Theimeg setzt bei der Entwicklung von Sicherheitsfunkfernsteuerungen seit mehr als 30 Jahren Maßstäbe. Die Produktlinie TH-EC/LO gilt heute als Referenz und ist das Ergebnis konsequenter Entwicklung von Hardware und Software. Sender und Empfänger der Lok-Funkfernsteuerung sind aus Sicherheitsgründen als Doppel-Mikroprozessorsystem ausgeführt. Dabei vergleicht eine fehlersichere Überwachungselektronik alle empfangenen Datentelegramme auf ihre Richtigkeit und führt Befehle nur bei Übereinstimmung der Auswertung beider Rechner aus.
Das System entspricht den neuesten europäischen Vorschriften, insbesondere der EN 50239, 50126, 50128 und 50129 sowie den Anforderungen der VDV 201. Die Funkfernsteuerungen erfüllen die für diesen Anwendungsfall vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen der Risikoklasse SIL3 (EN 61508) und wurden durch das Eisenbahn-Bundesamt zertifiziert.
Das Funkfernsteuerungssystem TH-EC/LO ist modular aufgebaut und kann durch Kombination und Konfiguration einzelner Module an spezielle Aufgaben angepasst werden. So lässt sich beispielsweise bei sehr langen Zügen ein zweiter Sender einsetzten, so dass zwei Bediener eine Lok wechselseitig steuern können. Auch die gleichzeitige Steuerung mehrerer Loks im Traktionsbetrieb ist möglich. Weiterhin lassen sich gleichzeitig mit der Lok auch elektrische Weichen des Werksschienennetzes vom tragbaren Sender aus fernsteuern. Darüber hinaus sind auch Rückmeldungen von der Lok-Elektronik zum tragbaren Sender möglich und damit die mobile Anzeige von Bremsdruck, Geschwindigkeit und sonstigen Status- und Störmeldungen.
Vielfältige individuelle Aufgabenstellungen lassen sich lösen. Das Funkfernsteuersystem eignet sich für jeden Lokomotivtyp - weltweit. Die Anpassung der Fernsteuerung an die Lok bzw. an eine spezielle Anwendung erfolgt über Konfigurationsstecker in Sender und Empfänger.
Der tragbare Sender wurde unter Berücksichtigung ergonomischer Erkenntnisse entwickelt und gestattet intuitive Einhandbedienung. Er wird in einer leichten Tragetasche bequeme vor dem Bauch getragen, so dass der Lokrangierführer immer eine Hand frei hat um sich auf dem fahrenden Zug festzuhalten.
Mehr als 5.000 Funkfernsteuerungen für Lokomotiven hat Cattron-Theimeg weltweit geliefert. Mehr als die Hälfte davon sind bei Staatsbahnen in Europa im Einsatz. Für das weltweit zu den führenden Herstellern von Funkfernsteuerungen gehörende Unternehmen mit Sitz in Mönchengladbach steht Sicherheit an erster Stelle. Ein Unternehmensgrundsatz, der Menschenleben schützt und dabei hilft, Unfälle zu vermeiden.