Die bewährten Lok-Funkfernsteuersysteme der Baureihe TH-EC/LO liefert Cattron-Theimeg Europe jetzt mit CANopen-Schnittstelle zur Lok-Elektronik.
Das serielle Bussystem CAN gilt seit vielen Jahren als Schnittstellenstandard in der Automobilindustrie und der Automatisierungstechnik. Auch in der Lokomotivtechnik hat die standardisierte Kommunikation zwischen interoperabel arbeitenden Komponenten an Bedeutung gewonnen und wurde als CANopen-Schnittstelle von den bedeutenden Lokomotivherstellern übernommen.
Cattron-Theimeg Europe, weltweit führender Hersteller von Sicherheitsfunkfernsteuerungen für Rangierlokomotiven, hat ebenfalls auf den Standard CANopen reagiert und die Schnittstellen der Baureihe TH-EC/LO entsprechend angepasst. Diese Neuerung bietet dem Kunden viele Vorteile. Eine Funkfernsteuerung mit CANopen-Schnittstelle benötigt weniger Kabel und Steckverbindungen, wodurch sich die Montagezeit erheblich verkürzt. Außerdem werden für die nachgeschaltete Loksteuerung weniger Eingangsmodule benötigt.
CTE hat bei der Entwicklung konsequent die zweikanalige Struktur mit getrennten Schnittstellen für Master- und Slave-Rechner mit valenter und antivalenter Datenübertragung beibehalten. Dies erleichtert die Zulassung für Systeme mit Sicherheitsrechner als Loksteuerung. Durch den Einsatz des Bussystems CANopen kann der Hardwareaufwand für die Lokelektronik erheblich gesenkt werden. Die Möglichkeit über CANopen von unabhängigen diversitären Modulen auf der Lokomotive Daten aus dem Prozess zu erhalten, z.B. Druck oder Geschwindigkeit, und diese in dem sicheren und SIL3 zertifizierten Rechner der TH-EC/LO zu verarbeiten, erlaubt es auf weitere sicherheitsrelevante Rechnerstrukturen in der Lokelektronik zu verzichten.
Die von CTE erwirkte EBA-Zulassung für dieses Prinzip der Umsetzung vereinfacht die Zulassung und führt zu weitere Kostenersparnis. Der Aufbau sicherheitsgerichteter Strukturen in der Lokelektronik wird für einige Funktionen überflüssig. So kann beispielsweise der sicherheitsrelevante Befehl „Kupplung lösen“ zusätzlich über zwangsgeführte Relais parallel zur CANopen Schnittstelle ausgegeben werden.
Aber die CANopen Schnittstelle kann noch mehr. Auch in die andere Richtung, also vom Empfänger auf der Lok zum tragbaren Sender können Daten gesendet werden. Dadurch werden weniger Ausgangsmodule der nachgeschalteten Loksteuerung benötigt. Alle Informationen des Anzeigedisplays im TH-EC/LO Empfänger sind auf dem CANopen-Bus verfügbar und können in die Diagnoseeinrichtung der Lokomotive eingebunden werden.
Cattron-Theimeg Europe gilt weltweit als Vorreiter, wenn es um Sicherheitsfunkfernsteuerungen für Lokomotiven geht. Die Weiterentwicklung des Senders um eine CANopen Schnittstelle stellt dies einmal mehr unter Beweis. Die langjährige Erfahrung im Bereich Sicherheitsfunkfernsteuerungen für Lokomotiven stellt kurze Durchlaufzeiten für ein neues Projekt sicher.