TH-EC/LO OPTIONEN
Wachsamkeit
In der Software des Senders wird eine
Mannüberwachung, die "Wachsamkeitsfunktion", aktiviert. Hierbei handelt
es sich um eine Nachbildung der auf den Lokomotiven vorhandenen
Sicherheitsfahrschaltung (SiFA).
Diese Wachsamkeitsfunktion
schreibt vor, dass in bestimmten zeitlichen Abständen (maximal 30
Sekunden) Bedienhandlungen am Sender vorgenommen werden müssen.
Andernfalls muss davon ausgegangen werden, dass der Bediener das
Fahrzeug nicht mehr mit der notwendigen Aufmerksamkeit steuert. In
diesem Fall wird das Fahrzeug - ähnlich wie bei der Neigungsüberwachung
- durch eine sofortige Schnellbremsung in den Stillstand versetzt.
Rückmeldung von Statusdaten der Lokomotive zum Sender
Neben der Übertragung von Steuerungssignalen vom Sender zum Empfänger können auch Daten vom Fahrzeug zurück zum Sender übertragen werden. Hierbei könnte es sich beispielsweise um die Geschwindigkeit des Fahrzeugs, den aktuellen Bremsdruck oder die eingelegte Fahrtrichtung handeln, die zum Sender zurückgemeldet und auf einem Display angezeigt werden können. LEDs und/oder Display zeigen dem Bediener die benötigten Informationen an, wobei die Anzeige der Daten individuell nach Kundenwunsch gestaltet werden kann. Bis zu drei Zeilen mit bis zu 3 x 12 Zeichen werden auf den beleuchteten LCD-Displays dargestellt.
Bremsprobeanlage
Die Überprüfung der Bremsen an Eisenbahnfahrzeugen für den Rangier- und Zugbetrieb gehört zu den wichtigsten Sicherheitsanforderungen. Bremsproben sind daher ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit eines Bremsbeamten.
Hierbei gibt es zwei Varianten, die Bremsprobe kann manuell mit Prüfdruckgeräten durchgeführt werden oder aber die Bremsprobe kann funkgesteuert durchgeführt werden. Das Problem bei der manuellen Bremsprobeanlage ist, dass der Bahnbeamte den Weg entlang des Zuges vier Mal abgehen muss, um die Anlage zu bedienen. Der hier entstehende Zeitverlust verursacht hohe Kosten.
Mit einer Zusatzelektonik zum Cattron-Theimeg Mehrfachausnutzungssystem "VARIO" kann die Bremsprobe mit einer Funkfernsteuerung durchgeführt werden.
Durch den Einsatz einer Funkfernsteuerung werden die zurückgelegten Wege um ein Drittel reduziert. Bei Zügen von 500 - 700m Länger ergeben sich dadurch deutliche Zeitersparnisse. Gegenüber Fernsteuerungen mit ortsfester Signalgebung ergeben sich 60% Kostenersparnis, da die aufwendige Verkabelung entfällt.
Externe Senderantenne
Externe Senderantennen werden üblicherweise beim Betrieb des Senders von einem bestimmten Ort aus verwendet, z.B. in Verladestationen. In dieser Betriebssituation kann der Empfang automatisch auf den Antennenanschluss für die externe Antenne umgeschaltet werden, wenn der Sender in die für den Betrieb vorgesehene Senderaufnahme gesteckt wird.
TransLoop
Ist eine Technologie, die es erlaubt, Steuerungsbefehle kontaktlos, ohne mechanische Steckverbinder, in den tragbaren Sender einzukoppeln. Diese fortschrittliche Technologie beruht auf modernster RF-ID Tag-Technologie
LED-Blitzleuchten
Auf der Senderfront des tragbaren Senders können zwei LED-Blöcke mit jeweils 5 superhellen weißen LEDs montiert werden. Diese Blöcke werden abwechselnd im schnellen Rhythmus angesteuert und erzeugen so ein Warnsignal.
Fahr-/Bremszähler
Ist eine Softwarefunktion des Senders und erlaubt die einfache Anpassung der zeitabhängigen Befehlseingabe an Stellungsabhängige Leistungs- und Bremssysteme.
Schaltspielzähler
Der
Schaltspielzähler ist ein Hardwarespeicher für Sender und Empfänger der
TH-EC/LO®. In diesem Speicher sind einprogrammierte Grenzwerte der
Bedienelemente hinterlegt, und es werden die tatsächlichen Betätigungen
jedes einzelnen Bedienelementes im Sender und des zugehörigen
Ausgangsrelais im Empfänger erfasst.
Erreicht ein Bedienelement
den einprogrammierten Grenzwert im Betrieb, wird der Bediener über eine
Leuchtdiode am Sender informiert.
Die jährlichen Servicekosten für vorbeugende Wartung können dadurch um bis zu 50% gesenkt werden.
Zweisenderbetrieb
Neben der allgemein üblichen 1 : 1 -Verbindung zwischen Sender und Empfänger kann der Empfänger auch abwechselnd von zwei verschiedenen Sendern gesteuert werden. Hierzu befindet sich auf jedem Sender je ein Taster, über den der Bediener, der die Befehlsgewalt hat, ein Zeitfenster öffnet, das dem zweiten Bediener den Zugriff auf die Lokomotive oder das Rangierfahrzeug erlaubt. Die Übergabeprozedur muss im Stillstand und innerhalb eines definierten Zeitfensters erfolgen.
EX-Schutz
Die Sender der Funkfernsteuerung TH-EC/LO® können gemäß ATEX-Richtlinie
II 2G EEx ib IIC T4 für den Einsatz in Kategorie 2, Zone 1 ausgeführt werden.